Hallo & Willkommen!

Auf dieser Seite möchte ich Euch meine Kursangebote bei der Sektion Schwaben im Deutschen Alpenverein näher vorstellen. Hier bietet sich die Möglichkeit einer detaillierten Kursbeschreibung. Daneben gibt es zahlreiche Links zu den Hütten, einzelnen Kursinhalten und einfach weiteren Informationen. Und schließlich habe ich versucht, besondere Kennzeichen und Handhabungen bei meinen Kursen zu erläutern.

Dazu zählt unter anderem Transparenz meines Handelns und eine offene Kommunikation. Daher noch ein paar Worte zu mir, mit wem Ihr es hier zu tun habt und vielleicht einmal unterwegs sein werdet.
Ich heiße Patrick Schnerr und komme gebürtig aus Stuttgart. Schon früh zogen meine Eltern mit mir in die Berge und diese Berglust hält bis heute ungebrochen an. Hinzugekommen ist die Freude, diese Lust auch zu vermitteln, nämlich so, dass sie auch anderen zur "Lust" werden kann. Knapp 10 Jahre war ich Jugendleiter im DAV, begleitete Ausfahrten und setzte mich in der Verbandsarbeit ein. Inzwischen bin ich Fachübungsleiter Bergsteigen und somit eher im Ausbildungsbereich und für Erwachsene tätig. Die Leidenschaft für Berge, Natur und Vermittlung zieht sich auch in andere Lebensbereiche fort. Doch deren hier nur noch zwei: Tanz und Theologie. Ganz praktisch vor der Haustüre ergab sich vor wenigen Jahren das Tanzen. Spass und Begeisterung brachten mich auch hier zum Trainer und mittlerweile unterrichte ich im Tanzkreis der ESG Tübingen. In diesem netten Städtle wohne ich auch und studiere katholische Theologie - ein wirklich großes Feld der "Begeisterung".

Ich hoffe, mit den Infos auf dieser Seite viel Begeisterung für die Kurse zu wecken. Vielleicht können wir uns schon bald kennen lernen und gemeinsam losziehen in die fantastische Bergwelt!

Bis dahin, alles Gute.

Euer Amicusmontium - Freund der Berge

Einführungskurs(e) Klettersteig

„Über den Mindelheimer-Steig einsteigen in die Welt der Eisenwege“

Termine:

06.06. – 08.06.2008 und 27.06. – 29.06.2008

Teilnehmer:

6 Plätze

Anreise:

mit PKW (Fahrgemeinschaften) vom Raum Stuttgart bzw. Tübingen

Ausrüstung:

siehe Liste der Sektion; in Absprache jedoch mit dem Kursleiter

Kursbeschreibung:

Klettersteige sind in letzter Zeit wieder sehr in Mode gekommen. Das liegt auch an den zahlreichen Neueröffnungen, obwohl diese meist für Anfänger viel zu sportlich und „luftig“ sind. Der Mindelheimer Klettersteig gehört dagegen zu den Klassikern. Doch durch die Sanierung bietet er optimale Übungsbedingungen. Wir begehen ihn gemeinsam und lernen dabei, was so alles zu beachten ist. Dazu gehört auch, wie Touren geplant sowie Zu- und Abstiege bewältigt werden. Orientierung, Wetter- und Materialkunde schließlich komplettieren den Einstiegskurs.

Vorraussetzungen:

gute Kondition, Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit

Vorbesprechung:

3. Juni 2008 um 19 Uhr am AlpinZentrum

Hütten:

Mindelheimer- und Fiderepass-Hütte

Verpflegung:

Halbpension

Preis:

80€ (exklusive Anfahrt und Übernachtung)

Vom Wanderweg zum Bergsteig(en)

„In 7 Tagen durchs Verwall-Gebirge von Pettneu nach Klosters“

Termin:

24. – 30.07.2008

(7 Tage, 6 Übernachtungen mit HP)

Teilnehmer:

6 Plätze

Anreise:

mit der Bahn oder mit PKW vom Raum Stuttgart bzw. Tübingen

Hütten:

Edmund-Graf (2x) – Niederelbe – Darmstädter

– Friedrichshafener - Konstanzer

Ausrüstung:

siehe Liste der Sektion; in Absprache zudem mit dem Kursleiter

Kursbeschreibung:

Zwischen den beliebten Gebirgszügen der Silvretta, dem Rätikon und den Lechtaler Alpen schlummert das Verwall. Ein gutes Netz an Wegen und Steigen ermöglicht eine einwöchige Durchquerung von Hütte zu Hütte und zahlreiche Abstecher auf umliegende Gipfel.

Wir wollen dieses Terrain nicht allein erwandern und genießen, sondern vor allem auch zur Ausbildung nutzen: Planung und Durchführung mehrtägiger Touren (BergWanderCard); Orientierung; Wetter, Gehtechniken. Die Tour richtet sich (auch) an Bergsteiger, die sich (noch) keine „größeren“ Touren alleine zutrauen oder weglose Gipfelziele bislang scheuten. Gleichwohl handelt es sich um keinen Anfängerkurs für Wanderer! Im Interesse aller sind die Vorraussetzungen zwingend erforderlich.

Vorraussetzungen:

Kondition für ganztägige Unternehmungen (8-9h), Schwindelfreiheit und Trittsicherheit, sowie Bereitschaft als Gruppe unterwegs zu sein

Vorbesprechung:

15. Juli 2008 um 19 Uhr am AlpinZentrum

Preis:

200€ (exklusive Anfahrt und Übernachtung)

Eiskurs

„Spalten-Suche, Gipfel-Glück und Eis-Erlebnis“

Termin:

02. – 08.08.2008

(7 Tage, 6 Nächte)

Teilnehmer:

6 Plätze

Anreise:

mit PKW vom Raum Stuttgart bzw. Tübingen

Hütten:

Gepatschhaus (2x) und Rauhekopfhütte (4x)

Ausrüstung:

siehe Liste der Sektion; zudem in Absprache mit dem Kursleiter

Kursbeschreibung:

Ob Gletscher-Schwund oder Temperatur-Anstieg, das hochalpine Gelände wird kein bequemes Wanderparadies, sondern bleibt anspruchsvolles Terrain. In diesem Kurs nähern wir uns den Anforderungen, welche Geröllfelder und Gletscher an uns stellen. Sicheres Gehen in diesem Gelände steht ganz vorne, gefolgt von „ge“-sichertes Gehen (Seil & Verankerungen), die Ausrüstung und ihre Anwendung (Technik), Taktik am Berg und nicht zuletzt wollen wir uns weit möglichst „ab“-sichern gegen Wolkenbruch (Wetter) und Spaltensturz (Bergrettung & Erste Hilfe).

Vorraussetzungen:

gute Kondition für ganztägige Unternehmungen, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit

Vorbesprechung:

21.07.2008 um 19 Uhr am AlpinZentrum

Preis:

410€ (exklusive Anfahrt)

Vorbesprechungen

Die Sektion gehört nicht allein zahlenmäßig zu den größten Sektionen im DAV. Sie erstreckt sich auch über einen riesigen Raum.

Ich kann im Vorfeld nie wissen, welcher Teilnehmer von woher kommt. Daher setze ich zwar einen Termin für eine Vorbesprechung der Tour. Aber ich stelle ihn quasi als Angebot zu Verfügung. Ich überlasse es also den Teilnehmern, ob sie alle notwendigen Absprachen per Mail (oder in diesem Blog) oder lieber persönlich machen wollen. Ich kann und will an dieser Stelle nur dafür werben. Meist sehen dies die Teilnehmer von vornherein ohnehin so.

Der erste Grund ist gleich ein persönlicher. Die Touren in der Sektion haben gewiss einen kommerziellen Charakter. Aber letztlich mache ich die Kurse ehrenamtlich, sagen wir mal aufgrund meiner Ausbildung mit Prüfung semi professionell. Ich schleife also keine Kunden durchs Gebirge, jeder Teilnehmer auf seine Bedürfnisbefriedigung bedacht. Wir sind gemeinsam unterwegs und wir sind, ob wir das privat so wollen oder nicht, im Kurs als Gruppe unterwegs. Ich möchte wissen, mit welchen "Gesichtern" ich auf Tour bin und zwar vor der Anreise. Und die meisten Teilnehmer wollen dies auch.

Der zweite Grund ist ein Sicherheitsrelevanter. Manche Ausrüstung muss besprochen werden, sonst ist die Tour bereits am Parkplatz zu Ende. 3 Biwaksäcke ohne Notfallausrüstung bringen gar nichts. Und Steigeisen beispielsweise passe ich lieber daheim an als bei Sturm und Regen.

Und schließlich spart es drittens wahrscheinlich doch mehr Zeit, wenn ich 2 Stunden den Kurs bespreche und dafür eben Hinfahren muss, als jedem persönlich am Telefon oder in ewig langen Texten wie diesen hier (wirke ich damit schon mal abschreckend -:) ??) alles detailliert erklären soll.

Selbstverständlich stehe ich weiterhin für jeden Teilnehmer darüber hinaus zu Verfügung. Und auch manche Frage taucht erst in den Besprechungen oder danach auf... oder gar im Anschluss an die Tour!

Ausrüstung

Es gibt zig Checklisten im Netz zur passenden Ausrüstung. Auch die Sektion gibt den Teilnehmern eine Liste an die Hand. Noch weit mehr Infos kursieren über Sinn und Notwendigkeit einzelner Ausrüstungsgegenstände. Und schließlich wird jeder eine eigene Meinung haben, gebildet über andere oder durch persönliche Erfahrungen. Auch ich habe meine Ansicht. Ich habe dafür "meine" Gründe und erläutere diese gern. Doch ich betrachte es gerade als einen Inhalt einer alpinen Ausbildung, dass jeder sein eigenes Material verwendet und so ganz praktisch sieht, wie gut sie/er damit zurecht kommt. Oder eben nicht und es das nächste Mal anders macht.

Versuch und Irrtum haben natürlich ihre Grenzen. In den Bergen kann dies sehr schnell sogar tödlich sein. Darum gibt es trotz allem ein paar unerlässliche Ausrüstungsgegenstände. Bei der persönlichen Ausrüstung betrifft dies vor allem Kleidung und Verpflegung. Hier gilt natürlich ganz besonders die je eigene Meinung. Am besten wasserdicht verpackt und erstmal grundversorgt. Andererseits ist auch zu bedenken, dass wir auf Tour unsere eigenen Lastesel sind...

Ein Stück objektiver geht es bei der Sicherheitsausrüstung zu. Zunächst ist ganz wichtig, dass sie den europäischen Normen entspricht. Sodann ist meine Devise auch einmal zu improvisieren. Sprich: nicht für jede Eventualität das 100& passende Gerät mitnehmen. Logisch, dass ich Steigeisen auf dem Gletscher mehr als eventuell benötige... einsichtig hoffentlich, dass Eisschrauben nicht zu basteln sind... aber - und jetzt beginnt die Debatte!!

Ich möchte an dieser Stelle keine weitere Auflistung anbieten. Vielmehr kläre ich die Ausrüstung individuell vor jeder Tour ab, insbesondere bei den Vorbesprechungen.
Zwei Dinge, über die sich genauso lange reden lässt, halte ich inzwischen jedoch generell für äußerst empfehlenswert: Helm und Stöcke. Es ist gerade im Hochgebirge kaum noch abschätzbar, in welchen Bruchhaufen ich auf Tour gerate. Manche Scharte, und mögen sogar rote Markierungszeichen den Weg weisen, ist zum großzügigen Gerölllieferanten geworden. Ich meine, dass das Helm tragen ähnlich selbstverständlich werden sollte, wie mit Fahrrad oder Ski. Stöcke sind gewiss auch eine Mode. Ich muss sie ja nicht immer verwenden. Doch für einige Abstiege, Schneefelder oder notfalls in der Ersten Hilfe leisten sie große Dienste.